PGP? Wozu?

Präambel: Ich verrate hier keine Geheimnisse, wenn ich untenstehende E-Mail veröffentliche.  Kurze Frage, lange Antwort. That’s it.
Am 17.01.2014 12:43, schrieb daMäx:
Moin xxxxx,

hast du eigentlich PGP?

Nö. Wozu? Mir ist klar: Internet = Amateurfunk. Das mag daran liegen, dass ich bei meinem ersten I-Net-Zugang in der Firma unterschreiben musste, dass der Admin alles mitlesen kann. Das können auch 1&1, T-offline, Kabel-D und wiesealleheißen.

Internet und Privatsphäre schließen sich gegenseitig aus.

PGP ist Glaubenssache. Backdoors? Knackbar? Schlangenöl?

Ich bin 1959er und hatte die halbe Familie in der DDR. Wir wissen, wie man privat kommuniziert, um Platin zu schmuggeln. Die Deppen in der DäDäRä haben damals Schmelzöfen auf den Schutt gepackt, Oppa hat die Platinheizdrähte mit der Kombizange rausgefummelt, Mutti hatte die bei der 12-Stunden-Eisenbahnfahrt da, wo ich herkomme. Bei Degussa gab es dann richtig ordentlich Geld.

Später (ist verjährt) haben wir dann Haschisch und Geld hin und her geschoben.

Das Internet ist aus meiner Sicht ein „schwarzes Brett“, das jeder einsehen kann. Was von mir da zu sehen ist, dazu stehe ich auch. Und wenn meine Gedanken, Ideen und Überzeugungen verfolgt werden sollten,- bitteschön. Niemand mag mich bewaffnet gegenüberstehen haben. Meine Gene haben Stalingrad überlebt. Ich war in Vaters Sack, als er mit der MG42 um sein Leben kämpfte und bis 1950 in Gefangenschaft war.  Ich bin einer der Besten der Besten der Besten. Sir! 😉

PGP? Wenn ich zum Aufstand aufrufe, geht das los. Da brauche ich keine Verschlüsselung. Sollen sich doch die Regierungswixer verschlüsseln und Stopp-Schilder aufstellen. Wir knacken die eh. Kartoffelkanone? Autobahnkreuz? Flugzeuge? Ballons?

Diesen Staat lahm zu legen ist kaum schwieriger, als einem Baby den Lolli wegzunehmen. Die Leute sind einfach zu zufrieden. Der Bierpreis ist stabil, Fleisch gibt es billig. Das Volk ist gesättigt, berauscht und vom TV beglückt. Das ist eine Vorstufe von Matrix.

Bevor da jetzt ein Aufsatz daraus wird, werde ich mich erst mal anderen Tätigkeiten widmen.

Alz guude!

p3t3r

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About W3bm45t3r

Bin noch relativ neu in der Blogosphäre und freue mich über jeden Follower, obwohl sich mir der Sinn noch nicht erschließt. Blogs, die ich gerne lese habe ich in den Favoriten des Browser-Profiles, die ich regelmäßig durchgehe. Das ist für ich übersichtlicher, weil hier bei mir jeden Tag 150 E-Mails reintrudeln. Da muss ich selektieren. Follow? Vielleicht später.
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2 Responses to PGP? Wozu?

  1. daMäx sagt:

    Hm… das sehe ich naturgemäß etwas anders. Wenn einer wie Snowden sagt, PGP ist sicher, dann glaub ich ihm das. Und es geht ja nicht darum, per PGP die Revolution zu planen sondern darum, die Schlapphüte ein bisschen zu ärgern. Wenn WIRKLICH Backdoors in PGP sind, dann werden die jetzt gefunden werden, den PGP ist open source.

    Na wie dem auch sei, ich kommuniziere mit Leuten, die in der Lage sind, ein Blog laufen zu lassen, prinzipiell nur noch mit PGP-verschlüsselten Mails. Die kriegen das geistig gebacken. Wer nicht will, wird nicht gezwungen, muss sich aber nicht wundern, warum ich ihm/ihr manche Dinge eben nicht mehr öffentlich verkünde 😉

    • W3bm45t3r sagt:

      Hey Mäx, ich mag Dich. Das ist jetzt kein Heiratsantrag. 😉
      Ich habe ernste Worte an Dich und will, dass Du das weißt.

      Meine Amateurfunk-Analogie schwächelt etwas in der Hinsicht, dass heute die Sender- und Empfängerkennungen (Metadaten) protokolliert werden. Piratensender zu betreiben ist schwierig geworden. Wenn die direkt an der Buchse meine Bits’n’Bytes abschnorcheln, helfen weder TOR noch PGP.

      Welche Information kann in der simplen Mitteilung stecken, die da lautet: „Rudis Oma ist gut zuhause angekommen.“ (sic, incl. Schreibfehlern!) Die („DIE“) wissen, was ich wem wann von wo aus geschrieben habe.

      Der Krieg hat schon angefangen. Diese F*cker von WhatsTheFuckApp bekommen jeder meiner E-Mail-Adressen, sobald ich einem dieser Deppen, die dieses Backdoor auf dem Deppenfon drauf haben, eine Mail sende. *kotz*

      Da kann ich die Mailadressen wechseln wie die Unterhosen. Diese DrecksApp lädt das Adressbuch hoch bei den Deppen, die DrecksApp auf dem NotSoSmart-Phone installiert haben.

      Bei meiner Berufszeit als Supporter für die großen Anbieter konnte jeder CallCenterAgent im untersten Level beim Kunden voll auf den Router zugreifen.

      Jede verdammte Taste auf dem Rechner ist schon im Protokoll, bevor die Anschläge (hoo hoo!) überhaupt aus dem Haus heraus in das Kabel gehen.

      Klingt komisch? Ist aber so.

      Aus den Arbeitsgeräuschen eines Rechners ist herauslesbar, welche Tasten gerade gedrückt werden. Dito aus den Schwankungen im Stromnetz. Die Paraboloid-Mikrophone haben schon in den 1970ern tolle Ergebnisse gezeigt.

      Ich werde den Schweinen nicht den Gefallen tun, mich zu verschlüsseln.

      Obwohl…

      Ich bin kein Hardliner. Es wäre ja doof, wenn mir wichtige Informationen entgehen würden. Ich lese mich da mal ein und werde verschlüsselte Accounts einrichten. Man sollte diese Thematik ja kennen.

      Fazit:
      Nicht das Netz hat versagt, sondern die User. Nix wissen über DFÜ und EDV, aber das komplette Leben online stellen und alle Leute versehentlich an Companies verraten. Danke.

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