WotZeFack!? Der Beipackzettel

Tolles Internet! Man kauft einen neuen Rechner. Der ist erst mal mit so viel kommerzieller Drecks-Software zu gemüllt, dass man vor lauter „Klick-mich-kauf-mich-fick-mich“ und anderen Blödsinnskacheln kaum noch die Systemsteuerung findet. Auf dem Weg vom Desktop zu den Druckereinstellungen wird man mit so viel Kommerz-Dreck belästigt, dass man da schon mal locker ein Monatsgehalt loswerden kann, wenn die Kreditkarte zu locker sitzt und man doof genug ist, sich solche Ranz-Rechner zu kaufen, ohne das Betrübsystem gegen ein richtiges Betriebssystem zu tauschen und jeden Scheiß anklickt.

Ist man dann aber Kunde, scheint man den Anbietern im Netz egal zu sein; so egal wie eine eine alte Hafennutte einem Päderasten nur sein kann.

Heute habe ich ein neues Medikament aus der Apotheke abgeholt. Das Zeug ist sauteuer, der Beipackzettel ist so lang wie ein Bein, gefaltet wie ein Stadtplan und die Informationen stehen darauf in  Schriftgröße 7pt.

„Juhu – wirhamja Internet!“ Da kann man das ja am Schirm lesen  … und … Herstellerseite … nüscht. Nixen. Nada.

Einzig auf der Seite der Rentnerbravo Apothekenumschau ein Auszug aus dem Waschzettel, mit dem Hinweis, man möge doch die Packungsbeilage lesen. (Und warum habe ich das Medikament wohl gegoogeltstartpaged? Weil ich vielleicht keinen Bock mehr auf Titten habe und mich fetischtechnisch anderweitig orientieren will? Mannmannmann!)

Liebe Hersteller: Ihr habt Eure Drecksseiten teilweise unterirdisch mies gescripteten Seiten doch nur im Netz, um unsere Daten zu sammeln und um uns mit weiterer Werbung zu belästigen. Der vom Kunden generierte Umsatz wird dabei billigend in Kauf genommen.

Service? Hey Mann! Jeder einzelne dieser Winzbuchstaben auf diesem Zettel ist von zarten  Kinderhänden in mühsamer Kleinarbeit liebevoll in eine Festplatte eingraviert worden.

Was hält Euch geldgeile Vollidioten davon ab, dieses Werk auch online zu stellen? Und nein! Den muss man dann nicht nochmal abschreiben. Gutenberg hat das vorgemacht und wer es noch nicht kapiert hat, kann es sich von Flinten-Uschi nochmal zeigen lassen.

Ich glaube ich weiß es. Ihr seid viel zu sehr damit beschäftigt, Werbung zu personalisieren, damit Ihr noch mehr verkaufen könnt. Hat der Kunde gekauft, ist er erst mal verbrannt und uninteressant, bis ihr ihm was neues andrehen wollt.

Da müsst ihr aber erst mal an meinen Script- und AdBlockern vorbei, bevor ihr es überhaupt in meinen Junkordner schafft.

Alles mit Werbung voll rotzen! Da seid ihr groß. Aber Wert und Information liefern? Da seid ihr Vollversager.

In diesem Sinne ein fröhliches

WotZeFack!?

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About W3bm45t3r

Bin noch relativ neu in der Blogosphäre und freue mich über jeden Follower, obwohl sich mir der Sinn noch nicht erschließt. Blogs, die ich gerne lese habe ich in den Favoriten des Browser-Profiles, die ich regelmäßig durchgehe. Das ist für ich übersichtlicher, weil hier bei mir jeden Tag 150 E-Mails reintrudeln. Da muss ich selektieren. Follow? Vielleicht später.
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One Response to WotZeFack!? Der Beipackzettel

  1. da]v[ax sagt:

    Hahaha. Immer feste druff! Alter Mann 😀

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