Paris? 0-F-G

give_a_fuck

 

Zero Fucks Given!

Warum?

Sicher ist es eine Tragödie und schlimm für die Ge- oder Betroffenen. Als „Außerirdischer auf der Durchreise“, der das Glück hatte, auf dieser Seite der Reichtumsgrenze geboren zu sein, wäre ich ein rassistischer Heuchler, wenn ich auch nur eine Träne für die Opfer in Paris vergießen würde.

Das tue ich ja auch nicht für die Leute, die in Lampukistan oder sonst wo am Arsch der Welt von Kampfdrohnen zerlegt werden, damit wir hier weiterhin schön günstig an unser Öl, unsere seltenen Erden und all die anderen Rohstoffe kommen. Wenn wir denen die Rohstoffe bezahlen würden wäre es aus mit T-Shirts für 1,99. Die hätten dann nämlich auch eine Art Lebensstandard.

Aber „wir“ schicken denen Bomber und Kampfdrohnen auf’s Dach – „die“ kommen halt zu Fuß und sie hätten keine Eier, wenn sie es nicht täten. Nicht, dass ich auch nur die Spur einer Sympathie für solche Arschlöcher hätte. Ausnahmslos jeder, der andere Leute in die Luft sprengt, erschießt, köpft, einsperrt oder foltert ist ein Arschloch – egal welche Uniform es trägt.

Ist ein Mensch aus Frankreich mehr wert als einer aus Lampukistan? Die Frage war rhetorisch, die Antwort lautet: Nein.

Wir erleben gerade einen Sklavenaufstand. Die Leute, die in Paris eingefallen sind haben buchstäblich nichts mehr außer ihrer Hassreligion, ihrer Kalaschnikow und ein paar Fässern Sprengstoff.

Das Problem ist global. Wir leben so ressourcenintensiv, dass es mindestens drei weitere Planeten braucht, wenn alle Menschen zumindest annähernd so konsumieren würden, wie es im Nato-Bereich üblich ist.

Für irgendwelche lokalpatriotische Mätzchen haben vernunftbegabte Leute keine Zeit. Der Rest mag sich gerne auf den schwarz-rot-goldenen röhrenden Hirsch einen runter holen, während er sich in Gedanken an die vom Stier gefickten Europa aufgeilt. Der Bulle des Kapitalismus fickt uns alle.

Kollateralschäden. Nichts weiter. So lange dieser völlig intelligenzfreie Turbokapitalismus Margen über Menschen stellt, werden diese sich wehren. Dämlicherweise neigen Menschen unter Stress aber dazu, erst mal aufeinander loszugehen anstatt sich erst mal zu entspannen und nach einer praktikablen Lösung zu suchen.

Damit endet mein Latein. Ich bin von der aktuellen Situation ziemlich überfordert und werde hier gewiss keine Handlungsanweisungen raus hauen. Es muss jeder selbst wissen, wie er in seinem Mikrokosmos diesem Wahnsinn Einhalt gebietet. Die Probleme sind bekannt. Die Ursachen sind bekannt. Die Lösungen werden individuell, bunt und vielschichtig sein.

Ich bete (und das meine ich ernst) jeden Tag um Weisheit, Kraft und Mut, um das Richtige zu tun. Eine „One Size fits all“-Lösung wird es wohl nicht geben. Aber wir können alle etwas tun. Denken. Reden. Informieren. Konsum verweigern. Leistung verweigern oder unsere Leistung besseren Zielen widmen. Ständig.

Über Beschäftigungsmangel kann ein wacher Geist sich nicht beklagen in dieser Zeit.

Update:

Charlie von der Narrenschiffsbrücke hat ein Statement ins Netz gemeißelt, auf das ich gerne Ihre geschätzte Aufmerksamkeit lenken möchte:

http://narrenschiffsbruecke.blogspot.de/2015/11/je-suis-letre-humain.html

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About W3bm45t3r

Bin noch relativ neu in der Blogosphäre und freue mich über jeden Follower, obwohl sich mir der Sinn noch nicht erschließt. Blogs, die ich gerne lese habe ich in den Favoriten des Browser-Profiles, die ich regelmäßig durchgehe. Das ist für ich übersichtlicher, weil hier bei mir jeden Tag 150 E-Mails reintrudeln. Da muss ich selektieren. Follow? Vielleicht später.
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3 Responses to Paris? 0-F-G

  1. daMäx sagt:

    so ein klein BIsschen Schizo bist du aber schon, ne? Erst Halbmast und jetzt 0FG? Passt nicht so 100%ig zusammen. Aber das macht nix, ich kenne die Widersprüche der gegenwart zur Genüge. Wollt bloß mal was Unproduktives ins Netz tippseln…

    • daMäx sagt:

      oh je, und lauter GrOßSchReibfEhler 😦 sorry.

    • W3bm45t3r sagt:

      „Klein Bisschen schizo“? Unverschämtheit! Man muss schon eine gewaltige Macke haben, um hier nicht völlig durch zu drehen. Täglich stelle ich mich der Frage „Wer bin ich? Und wenn ja – wie viele und wer hat gerade das Kommando?“ 😉

      Ich kann mich auch nicht von gewissen Reflexen freisprechen. Aber anders als die Konsumenten der Verblödungindustrie versuche ich, nicht mit dem Rückenmark sondern mit dem Hirn zu denken. Das dauert dann manchmal, bis dieses ganze Informationschaos defragmentiert, analysiert und sortiert ist.

      Das kann an der Oberfläche zu scheinbar widersprüchlichen Ergebnissen führen. Ein dynamisches Paradoxon, sozusagen.

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